Aktuelle Schwerpunkte:

Neue Homepage
Die Mitglieder und Fördermitglieder erhalten die Möglichkeit, sich mit erweiterten Informationen über Innovative Produkte und Prozesse im Bereich Unsere Leistungen – Logistikangebote auf der Homepage zu präsentieren.

 

URBANE LOGISTIK oder City Logistik, das Thema hat den SVTL in 2019/2020 bei mehreren Anlässen beschäftigt.
Immer mehr Konsumenten wohnen in städtischen Gebieten und wollen klimafreundlich mit Gütern versorgt werden. Der Gang in den Laden nimmt ab und die Heimlieferungen nehmen zu, das führt zu mehr Kleinlieferungen in immer kürzeren Lieferzeiten. In diesem Spannungsfeld sollen für die Versorgung der Konsumenten neue Wege gesucht werden. In einem ersten Schritt hat der SVTL eine Auslegeordnung der logistischen Themen gemacht. Dabei wurden in Workshops nachhaltige Transporte mit neuen Antriebstechniken, neue Techniken zur Kühlung und mögliche Lager-und Umschlagsflächen in den Städten diskutiert. Aktuell wird der Kontakt mit der Städtekonferenz Mobilität aufgebaut. Eine nachhaltige urbane Logistik gelingt nur in Abstimmung mit den politischen Aktionen und den Städten. Es braucht konzeptionelle, planerische und regulatorische Handlungsfelder, die gut aufeinander abgestimmt sind.
Die Entwicklung wird beobachtet anhand der Projekte in Zürich und Basel. Weitere Resultate finden Sie im internen Mitgliederbereich.

GS1 Empfehlung Aug 2020
GS1 Switzerland_Handlungsempfehlung urbane Logistik_2020

 

Innovationsprojekt- Bewertung und Gestaltung von energieautonomen Logistik-Kühlketten

Haben Sie die gesamte Logistik-Kühlkette im Griff, nachweisbar?
Kühlen Sie effizient, sind Sie sicher?

Dieses Mail wendet sich an produzierende Unternehmen, Handelsunternehmen und Kunden von Logistikdienstleistern
Der Konsument kauft ein Produkt, wenn er dem produzierenden Unternehmen oder Handelsunternehmen vertraut, dass nachweisbar die Temperaturkette eingehalten wird und die Kühlung effizient und klimafreundlich erfolgt.

Aber wie will eine Firma den Kunden in der heutigen globalen Supply Chain überzeugen, dass es so ist? Mit Marketingmassnahmen, Normen, einem Label oder einer standardisierten Berechnung?

Das geplante Innovationsprojekt mit der Fachhochschule soll aufzeigen, wie eine Bewertung und Gestaltung von energieautonomen Logistik-Kühlketten aussehen könnte.
Ein erstes Informationstreffen mit interessierten Firmen hat stattgefunden. Das Projekt ist vom Bund freigegeben. Im Dezember 2021 wird ein Kickoff in Zürich an der ZHAW stattfinden.

Beilage: erster Projektbeschrieb
Kühlkette vnl 2020

Der Einfluss der DIGITALISIERUNG auf die Logistik wurde als Schwerpunkt für das neue Jahr ausgewählt.

Der SVTL untersucht neue Lösungsansätze in der Logistik für Lebensmittel und Pharmaprodukte mit den aktuellen digitalen Möglichkeiten. Dazu gehören technische Themen wie Antriebstechnik und Roboter. Den Schwerpunkt werden Lösungen aus der Informatik wie Stammdaten, EDI, Track&Trace und Schnittstellen bilden. Aber auch Themen aus den Bereichen Personal und Konsumenten werden analysiert, um zu verstehen, was für Veränderungen auf die temperaturgeführte Logistik zukommen. Am Fokustag vom 02. September 2021 werden erste Ergebnisse und Beispiele aus der Praxis aufgezeigt.

In 2022 wird der Schwerpunkt in der Erarbeitung von ausgewählten Themen der Digitalisierung in der Logistik liegen. Mit einer Umfrage und einem Workshop werden in einer Arbeitsgruppe wichtige Themen definiert und in Form eines Best Practice Berichtes zusammengestellt.

 

Energieeinkauf und Energieoptimierung

Bis 2030 sollen laut europäischer Klimapolitik die CO2-Emissionswerte nicht mehr um 40 sondern um 55 % sinken. Umso wichtiger für Kühlhäuser und die temperaturgeführte Logistik, die Energiekosten im Auge zu behalten. Wertvolle Informationen lieferte eine Veranstaltung des Schweizerischen Verbandes für Temperaturgeführte Logistik (SVTL).

Im Dezember 2020 haben sich die EU Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, das EU-Klimaziel für das Jahr 2030 von aktuell mindestens 40 auf mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 anzuheben. Demnach sollen die EU-internen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Übergeordnetes Ziel ist bekanntlich die Treibhausgas-Neutralität bis zum Jahr 2050.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der auch für die Schweiz komplexe Rahmenbedingungen bereithält. Zudem haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch die Strompreise beeinflusst. Die sanken zwar aufgrund der Lockdowns in vielen Wirtschaftszweigen. Andererseits werden die Preise für CO2-Emissionen aufgrund der europäischen Klimapolitik steigen.

Aurelio Fetz, Analyst der Alpiq: «Eine Erhöhung des CO2-Preises hat auch starke Auswirkungen auf die Strompreise in Europa und der Schweiz». Jetzt liege er bei 40 Euro pro Tonne. Er könne absehbar auch 80 Euro erreichen, sogar dreistellige Werte, also über 100 Euro und mehr, seien gemäss der Internationalen Energieagentur IEA vorstellbar. Fetz: «Weitere Steigerungen sind also mittelfristig durchaus denkbar».

Der Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft in vielen europäischen Ländern spiele eine wichtige Rolle. Einerseits, so der Fachmann im Rahmen der Videokonferenz, seien dadurch eine Angebotsverknappung, auf der anderen Seite immer mehr regenerative Energien zu erwarten.

Abb.: Alpiq / Th. Stadler

In der Schweiz werde vor allem im Verkehrsbereich (Stichwort «Elektromobilität») mit einer Erhöhung des Stromverbrauchs gerechnet. Auch Wärmepumpen und Wasserstoff-Produktion dürften zunehmend eine Rolle spielen. Absehbar sei aber auch, dass es durch die Zunahme an erneuerbarer Energieproduktion (vor allem Wind und Photovoltaik) auch einen gewissen Angebots-Überhang in Europa geben werde.

Seit 2009 ist der Strommarkt für Verbraucher grösser 100MWh/a geöffnet und der Markt funktioniert. Die zweite Marktöffnung (auch für Kleinkunden) soll in den nächsten 5 Jahren erfolgen.

Thomas Stadler, Head of Sales D-A-CH bei der Alpiq, umreisst für die Teilnehmer der SVTL-Runde die Anteile des Strompreises mit rund 40 % für die reine Energie, die Netznutzung mit 40 %, sowie Steuern und Abgaben auf etwa 20 %.

Risiken in der Vertragsgestaltung und dem Stromeinkauf bestehen natürlich in Schwankungen des Bedarfs, Änderungen des Profils («wenn plötzlich einer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat»). Prognosen über längere Zeiträume seien hier mitunter schwierig. Marktrisiken und Wechselkurse können sich niederschlagen.

Alpiq bietet mehrere Beschaffungsmodelle wie «Completo», «Aperto» oder «Multiclick». Weitere Lösungen sind längerfristige Stromverträge, die auf zehn bis 30 Jahre laufen können, aber intensiverer Planung auf Kunden- und Lieferantenseite bedürfen.

Alpiq empfiehlt Mitgliedern des Schweizerischen Verbandes für temperaturgeführte Logistik, ihre Stromverbrauchsdaten als 1/4h-Werte an diverse Anbieter zu senden, um eine erste Indikation und einen Vertragsentwurf zur Prüfung zu erhalten. Nach der Vorauswahl von möglichen Anbietern können dann verbindliche Stromangebote auf einen Stichtag mit kurzer Haltefrist (0,5 bis 2h) eingeholt und abgeschlossen werden.

Industriekunden zahlen im Übrigen auch teure Lastspitzen, die sich heute mit sogenannten Lastoptimierungs-Systemen verhindern lassen, indem man flexible Verbraucher intelligenter steuert, um die maximale Last zu reduzieren. Eine unverbindliche Prüfung durch Alpiq ist für SVTL-Mitglieder kostenlos. Als Basis dafür dient ebenfalls das 1/4h-Lastprofil eines kompletten Jahres.

Förderprogramme des Bundesamtes für Energie wie ProKilowatt unterstützen Effizienzmassnahmen, die den Stromverbrauch reduzieren, mit bis zu 40 % der Investitionskosten. Stadler: «Das kommt natürlich dann als Gewinn zur Senkung der eigenen Stromkosten noch hinzu». Alpiq bietet als Service an, die Administration und Antragstellung zu übernehmen, bis hin zur Auszahlung der Fördergelder an den Kunden. Beispiele gibt es in der Galvanik-Industrie, anhand von Wärmepumpen, oder effiziente Beleuchtungssysteme durch LED in Betrieben. Auch gibt es die Möglichkeit einer «offenen Massnahme», die auf Grundlage einer Vorher-Nachher-Messung unterstützt werden kann.

SVTL-Geschäftsführer Georg Burkhardt setzt darauf, über das Thema Strombeschaffung und Stromoptimierung in regelmässigen Abständen zu informieren. In der Kühllogistik gehöre die Strombeschaffung zu den grössten Kostenkomponenten. Die Wirtschaft stehe in einem starken Umbruch bei Herstellung und Verbrauch des Stromes, so dass die Entwicklung der Strompreise laufend neu beurteilt werden müsse.

Die regelmässige Entwicklung und Beurteilung der Stromsituation können aus den SVTL News entnommen werden.

 

Abgeschlossene Projekte:

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Logistik und Lagerung temperaturgeführter Ware (AGB-SVKTL)

Empfehlungen des SVKTL Schweizerischer Verband für Kühl- und Tiefkühl-Logistik in der Fassung 2015. Der SVKTL empfiehlt seinen Mitgliedern die Anwendung der nachstehenden AGB-SVKTL unverbindlich zur Verwendung im Geschäftsverkehr. Es steht den Mitgliedern frei, den Empfehlungen zu folgen oder andere Geschäftsbedingungen zu verwenden bzw. zu übernehmen.

AGB-SVKTL-2015

CCG-ASLF-2015

Verfahrensanleitungen für eine Gute Hygienepraxis

Nach dem Produktehaftpflichtgesetz ist der Hersteller für das Produkt verantwortlich. Übergibt er temperaturgeführte Ware für Lagerung und Transport einem Logistikdienstleister so hat dieser u.a. auch das Schweizerische Lebensmittelrecht einzuhalten.

Unser Verband hat bezüglich der Guten Hygienepraxis Verfahrensanleitungen erarbeitet die im Rahmen von Geschäftsbeziehungen unserer Mitglieder mit ihren Kunden direkt verabredet werden können. Es steht unseren Mitgliedern frei, den Empfehlungen zu folgen oder andere Standards zu verabreden.

Zur Zeit sind es:
Verfahrensanleitung Nr.1: Grundlagen und Methodik
Verfahrensanleitung Nr.2: Temperaturüberwachung
Verfahrensanleitung Nr.3: Rückverfolgbarkeit
Verfahrensanleitung Nr.4: Personenhygiene.

Gute_Hygienepraxis_1-4

Merkblatt Brandschutz im Tiefkühllager

Der SVKTL hat mit Unterstützung seiner beiden Fördermitglieder Amstein+Walthert AG Bern und SSP Kälteplaner AG Oensingen ein mehrseitiges Merkblatt „Brandschutz im Tiefkühllager“ erarbeitet.
Das Dokument ist für Betreiber, für Planer wie für Bewilligungsbehörden von Tiefkühllagern interessant. Listet es doch nicht nur Vorschriften und Normen auf, es enthält auch Schutzziele und Tipps zum Betrieblichen und baulichen Entwurf. Grossen Raum wird konkreten Brandschutzkonzeptansätzen mit möglichen Vor- und Nachteilen eingeräumt. Auf einer Seite wird schlussendlich eine Wertung vorgenommen, versehen mit konkreten Empfehlungen.
Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF hat im Juni 2016 das Merkblatt „geprüft und als sehr hilfreich eingestuft“ und weiter dazu ausgeführt: „Das neue Merkblatt beinhaltet wertvolle Hinweise und sensibilisiert die betroffenen Kreise“.

SVKTL Merkblatt 110716 – d-version
SVKTL-Merkblatt-110716-f-version

Brandvermeidung: Sauerstoffreduktionsanlagen für Lager und Logistik

Wagner Schweiz AG

Wagner AG September2020